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Buddhismus

11. Meine Erfahrungen mit dem Buddhismus

Ich wurde nicht als Buddhistin geboren, bin aber relativ früh zu diesem Glauben übergewechselt. Ich habe schon immer an die Wiedergeburt geglaubt und dachte immer, dass sich die Seelen von Tieren, Pflanzen und Menschen nicht unterscheiden.

Dann stieß ich auf den Buddhismus. Und er entsprach insoweit dem, was ich sowieso geglaubt hatte. Er führte das ganze nur noch weiter aus, z.B. mit der Meditation.

Ich musste jedoch auch erfahren, dass es viele Lehren gab, die ich einfach nicht verstanden habe. Ich dachte oft und viel über sie nach, kam aber zu keinem Ergebnis. Das führte dazu, dass ich in bezug auf diese Lehren durchaus unzufrieden zurückgelassen wurde.

Zudem war mir von Anfang an klar, dass ich den Buddhismus nicht bis zum letzten "durchziehen" würde. Dies hätte absolute Abkehr von allem weltlichen bedeutet. Das stand für mich jedoch nicht zur Debatte, ich wollte immer Kinder haben - eine eigene Familie gründen und das widersprach sich.

Nun ist diese absolute Abkehr nicht unbedingt notwendig, um Buddhistin zu sein, aber irgendwie empfand ich das als eine Art Inkonsequenz.

Sicher, ich wollte Menschen helfen und Vegetarierin war ich sowieso, aber mir wurde mehr und mehr klar, dass nach den ersten Jahren, in denen der Buddhismus mir wirklich erstrebenswert erschien, irgendetwas an dieser Religion doch fehlte.

Das habe ich im Hexen- und Heidentum gefunden. Diese Lehren widersprechen sich keineswegs. Auch im Heidentum wird es als wichtig erachtet, anderen zu helfen und Tiere und Pflanzen werden als uns gleichwertig angesehen.

Aber das Heidentum ist weniger streng. Die totale Abkehr vom weltlichen wird gar nicht gefordert, zumindest nicht im buddhistischen Sinne, eher im Gegenteil muss man ja in der Welt verankert sein, um anderen - und nicht zuletzt auch sich selbst - helfen zu können.

Ehrlich gesagt meditiere ich seit ich "übergelaufen" bin mehr als vorher.
Die Grundlehre ist die gleiche geblieben, aber die Durchführung ist eine andere geworden und die geht jetzt meines Erachtens nach tiefer.

Während man sich im Buddhismus erst mal nur auf sich konzentriert, bezieht man im Heidentum viele andere Wesen - egal ob Mensch, Tier oder Pflanze - mit in seine Entwicklung ein. Und das finde ich viel logischer und besser.

Ich bereue keinesfalls, dem Buddhismus angehangen zu haben, im Gegenteil: ich denke, dass das ein wichtiger Schritt in meinem Leben war, der mich zum Heidentum hingeführt hat. Immerhin konnte ich Dinge wie meditieren und visualisieren schon. Und ich habe vieles im Hexentum besser und schneller verstanden, als ich es ohne den Buddhismus getan hätte. Aber im nachhinein denke ich, dass meine jetzige Religion doch die ehrlichere von beiden ist.

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Vivianne
   
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