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Buddhismus

3. Das Leben des Siddharta ´Sakya = Gautama Buddha

Derjenige, der heute allgemein als Buddha bezeichnet wird, wurde um 560 vor unserer Zeitrechnung als Sohn eines Königs in Indien geboren. Er hieß Siddharta aus dem Geschlecht der ´Sakya. Man erzählt sich, dass er auf einer Reise seiner Mutter auf die Welt kam. Er konnte direkt laufen und wo er hintrat wuchsen Lotusblüten (dies ist, wie die meisten Lehren des Buddhismus, symbolisch zu sehen und zu interpretieren). Seine Mutter starb kurze Zeit später im Kindbett.

Siddharta wuchs als Prinz auf und hatte somit keinerlei körperliche Sorgen. Jedoch wollte er eines Tages die Mauern des Palastes verlassen und sein Königreich sehen. Auf diesem Ausflug lernte er zum ersten Mal körperliches Leid kennen. Er sah Bettler, die alt und krank waren und er nahm zum ersten Mal an einer Totenfeier statt. Er fasste danach den Entschluss, alles zu tun, um die Menschen aus diesem Elend des Daseinskreislaufs (s. entsprechendes Kapitel) zu befreien.

Zunächst wählte er den Weg der Askese. Er zog ins Freie, ließ seine Frau und sein Kind zurück und lebte von dem, was die Natur ihm gab. Er meditierte den ganzen Tag und gab alle körperlichen Bedürfnisse auf.

Dies sind zwei Extreme: Zuerst hatte er den Körper gepflegt, aber nicht den Geist, jetzt pflegte er den Geist, aber nicht den Körper. Dies erkannte er eines Tages und beging den mittleren Weg: Er pflegte seinen Körper wie seinen Geist, aß ausreichend, meditierte aber auch soviel wie möglich.

Als er nach langer Übung allen Versuchungen des Lebens widerstanden hatte, erlangte er unter einem Baum Erleuchtung. Er wartete noch einige Tage, dann fing er an, seine Lehre zu verbreiten und fand schnell viele Anhänger, mit denen er durch das ganze Land zog. Seine Lehren wurden lange nur mündlich weitergegeben, weshalb sie, damit man sie sich besser merken konnte, mit vielen Wiederholungen und Bildern versehen sind.

Siddharta erhielt den Namen Gautama Buddha. Buddha bedeutet der Erleuchtete, Buddhismus ist die Lehre des Erleuchteten, Gautama bedeutet glücklich.

Er lehrte, bis er ca. 86 Jahre alt war. Dann verstarb er an einer vergifteten Speise.
Seine Lehre wurde von seinen Hunderten (keine Übertreibung!) von Anhängern weiterverbreitet und blieb uns als Buddhismus, als viertgrößte Weltreligion, erhalten.

Buddha heißt nichts anderes, als "der Erleuchtete".

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Vivianne
   
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