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Hexenwahn im 20. Jahrhundert
1927
In Franken lauert eine Frau einer alten Frau nach einem Kirchgang auf.
Sie sticht auf die 72-jährige Frau ein, da sie der Meinung war, die
alte Dame wäre eine Hexe und müsse unschädlich gemacht
werden.
1929
In Norddeutschland gerät eine Familie in die Hände eines Pfuschers.
Die Kinder wurden für verhext gehalten und man hinderte sie mit Schlägen
und Toben am einschlafen. Die Kinder sterben daran.
1930
Dorfbewohner zünden das Anwesen einer Bäuerin an, da sie diese
für eine Hexe halten und für das Unglück an der eigenen
Familie verantwortlich machen.
1944
In London wird gegen Helen Duncan ein Hexenprozess geführt. Man beruft
sich auf das Hexengesetz aus dem 18ten Jahrhundert. Sie kommt ins Gefängnis
und stirbt bei einer weiteren Verhaftung an einem Schock.
1950
Eine 39-jährige Frau wirft sich bei einem Selbstmordversuch vor einen
Zug, kommt jedoch mit schweren Verletzungen davon. Sie war der Meinung,
sie sei eine Hexe.
1951
Ein 19-jähriger erschlägt seinen Großvater, weil er der
Meinung war - bestärkt durch seine Mutter - dass der alte Herr ein
Hexer wäre und ihm sein Magenleiden angehext hätte. Nach dieser
Tat erhängte sich der 19-jährige.
1952
Eine Frau behauptet, dass ihr Mann sie verhext hätte, nachdem sie
geschieden worden waren.
1952
In England wurde das letzte Gesetz gegen Hexerei aus den Büchern
gestrichen.
1954
Eine 34-jährige glaubt, dass man aus einem Handtuch Milch melken
könne, wenn man fest daran glauben würde.
1969
In Ungarn versuchen 6 Zigeuner eine alte Frau als Hexe zu verbrennen.
1970
In Mexiko wird ein Hexenring aufgedeckt, der 12 Personen mit rituellen
Zeremonien umgebracht haben soll.
1973
In Indien gibt es eine Sekte mit dem Namen "Seelendiebe". Angeblich
entführen sie manchmal Kinder aus Dörfern und nutzen sie für
rituelle Zwecke. Sie sollen angeblich auch mindestens 30 Personen erschlagen
haben.
1976
Auf bischöfliche Anweisung hin, wird der 23-jährigen Anneliese
Michel in Klingenberg/Main von zwei Geistlichen der Teufel ausgetrieben.
Sie stirbt unter Gebeten.
1979
In Nairobi werden zwei Stammeszauberinen beschuldigt einen Mann durch
Hexerei impotent gemacht zu haben.
Der 28-jährige Benedict Polimon auf der Insel Mauritius befolgt den
Rat eines Wunderheilers, um seine Blutarmut zu kurieren. Er solle das
Blut eines 13-jährigen trinken, den man kurz zuvor umgebracht hat.
Ein Theologiestudent aus Würzburg sticht in einem religiösen
Wahnanfall, einem Pförtner ein Auge aus und kastriert ihn danach.
1981
Eine Mutter aus Kiel erwürgt ihre 6-jährige Tochter, um ihr
den Teufel auszutreiben.
1983
In Basel lebt der Hexenmeister Johann Rühlin, alias "Sartorius".
Er hält sich für den Stellvertreter Satans, mit dem er bereits
1980 gekämpft haben will.
1995
In Tennessee beschwerte sich ein neunjähriges Mädchen über
ihren Babysitter, weil er sie sexuell belästigt hatte. Die Mutter
des Mädchens, eine Wicca, wollte daraufhin den Babysitter anzeigen.
Doch dieser drehte den Spiess um und beschuldigte sie der sexuellen Nötigung.
Bei einer Hausdurchsuchung wurden ihr Athame und ihre Tarotkarten sichergestellt.
Beim folgenden Prozess verwickelte sich der Babysitter in viele Wiedersprüche.
Doch auf Grund seinen Aussagen, dass sie ihn zum Geschlechtsverkehr, zum
trinken von Blut und zur Einnahme von Drogen gezwungen hatte, wurde sie
trotzdem zu zwölf Jahren Haft verurteilt
In Onslow County, North Carolina suchte Kathleen Jones die Hilfe der
örtlichen Sozialbehörde (Departement of Social Services). Ein
Angestellter der DSS kam zu ihr in die Wohnung und sah ihren Altar und
weitere religiöse Gegenstände, denn sie war eine Wicca. Kurze
Zeit später wurde ihr Sohn, damals 12 Jahre alt aus ihrem Haushalt
weggenommen und in Fürsorge gegeben. Das Gericht ordnete sogar an,
dass er jeden Sonntag einen christlichen Gottesdienst besuchen musste.
Das Kuratorium einer Bibliothek in Hastings, Nebraska münzte die
Empfehlung eines Bürgerkomitees um und weigerte sich, mehr als 40
Kinderbücher mit Sachverhalten wie Hexerei und Gespenstern zu entfernen.
Ein Treuhänder bemerkte, dass alles in der Bücherei irgend jemandem
anstossvoll sei. Das Kuratorium merkte an, dass Eltern, die über
solche Sachen besorgt sind, die Literaturauswahlen ihrer Kinder ja selbst
überprüfen können.
Zwei grosse Kaufhausketten, Kmart und Wal-Mart, entfernten CDs von der
Bostoner Band Godsmack aus ihren Regalen, nachdem sich Eltern über
die profanen Lyrics und ein Pentagramm auf dem Cover beschwerten.
1998
Papst Johannes Paul hat sich für die Verfehlungen der Römisch
Katholischen Kirche während des Holocaust entschuldigt. Er meinte
"Der Holocaust war das Werk eines durch und durch Neo-Heidnischen
Regimes." (Associated Press, 3/16/98)
Ein Teenager in Wisconsin hatte sich darüber beschwert das sie über
die Internetverbindung der Schulbibliothek keine Seiten über das
Hexentum, Magie und Erd-bezogene Religionen ansehen konnte. Der Leiter
des Abteilung teilte dem Mädchen mit, dass sie sich nur über
Christliche Religionen informieren könne. Der Schulbezirk hat Richtlinien
erlassen, um Schüler vor unangemessenen Internetseiten zu schützen,
überwacht durch erwachsene Aufsichtspersonen. Ein Schulsprecher sprach
sich jetzt gegen diese Einschränkung der Redefreiheit aus, die Familie
des Mädchens nahm sich einen Anwalt.
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