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Jahreskreisfeste

Litha ca. 21. Juni

Allgemeines
Litha ist eines der kleineren Hochfeste - wahrscheinlich nordischen Ursprungs, oder von den Sachsen übernommen. Der genaue Zeitpunkt kann zwischen dem 20. und 23. Juni schwanken und beginnt mit dem Eintritt der Sonne in das Tierkreiszeichen Krebs und markiert in unser heutigen Zeit den Sommeranfang. Dieses Fest wurde und wird in vielen Kulturen unabhängig voneinander gefeiert, was für die Bedeutung dieses Festes spricht.

Dieser Tag ist der längste Tag des Sonnenjahres, die Sonne hat Ihren Höhepunkt und Ihre volle Kraft erreicht, die Tage werden nun wieder kürzer. Die Zeit der Aussaat ist vorbei. Alles wächst, blüht und reift heran - es ist die Zeit des Wachstums und des Heran Reifens. Es ist ein Wendepunkt und Grenzpunkt des Jahreskreises.

Litha ist ein Feuerfest. Bei einigen keltischen Völkern wurde an diesem Tag auch das Neujahr gefeiert.

Andere Bezeichnungen
Sommersonnenwende, Sommeranfang, Mitsommer, Eichenfest, Alban Heruin (druidisch), Aerra Litha (keltisch / Wicca), Feill - Sheathain, Sonnenfest (Atzteken), Inti Raymi (Inka), Johannistag (christlich)

Gottheiten, die mit diesem Fest in Verbindung gebracht werden
Dadurch, das dieses Fest für viele Kulturen bedeutsam war, können hier nur Beispiele für Gottheiten aufgezeigt werden (die Liste wäre zu lang, um sie vollständig aufzeichnen zu können), aber es zeigt auch auf, wie bedeutsam dieser Zeitpunkt des Jahres war.

Sonnengötter: An einem Fest, welches den Sonnengöttern gewidmet ist, sind natürlich alle Sonnengottheiten z.B.:
Baldur (nordisch - Sohn der Sonne)
Taliesin (keltisch/druidisch - Sonnengott)
Helios (griechisch - Sonnengott)

Sonnengöttinen: Einige Kulturen verehren auch weibliche Sonnengötter. Diese werden direkt dem Fest Litha zugeordnet. z.B.:
Aine (irisch - alte Sonnengöttin, wird direkt mit der Sommersonnenwende in Verbindung gebracht)
Amaterasu (japanisch - shintoistische Sonnengöttin)
Beiwe (Lappland - Sonnengöttin, wird direkt mit der Sommersonnenwende in Verbindung gebracht)
Etain (irisch - Sonnen- und Pferdegöttin)
Olwen (walisisch - Sonnengöttin, wird direkt mit der Sommersonnenwende in Verbindung gebracht)
Saule (litauisch/lettisch - Sonnen- und Bernsteingöttin, wird direkt mit der Sommersonnenwende in Verbindung gebracht)
Sunna/Sunnu/Sol (nordisch - Sonnengöttin)

Muttergottheiten: An Litha werden auch alle Muttergottheiten verehrt, z.B.:
Ebhlinne/Ebhlenn (irisch - alte Muttergöttin)
Ma - Emma (estisch - große Erdmutter)
Frigg (nordisch - Baldurs Mutter, wird direkt mit der Sommersonnenwende in Verbindung gebracht)

Sonstige Gottheiten:
Mars
Aphrodite
Astarte
Vesta (röm. Göttin des Heimes- für sie wurden an Mitsommer Feuer entzündet)
Jupiter
Dagda

Wie kann ich meinen Altar gestalten?
Bei den Farben für den Altar scheiden sich meistens die Geister, da in jedem Buch andere Vorschläge stehen.

Vorschläge wären :
- gold, gelb, orange, rot...also Feuer und Sonnenfarben, oder
- ein sattes Grün und Farben der momentan blühenden Blumen

Als Blumenschmuck eignen sich frische Kräuter, Sonnenblumen oder andere, vor allem gelb blühende Blumen ( Johanniskraut, Ringelblumen u.s.w. ), rote Rosen, Farn, Holunder, Eichenlaub und frische Mistelzweige

Als Dekoration für den Altar eignet sich eine Schale mit frischen Früchten, die man mit Eichenzweigen dekoriert.

Räucherungen
Für Litha sind volle und robuste Räucherungen, die die ganze Fülle und Kraft des Sommers in sich tragen geeignet. z.B.:

Weihrauch, Drachenblut, Zeder, Fichte, Kräuter ( Beifuß, Kamille, Thymian, Rosmarin, Eisenkraut ) und Blütendüfte ( Rose, Lavendel, Gardenie )
Wenn man keine Möglichkeit eines Sonnenwendfeuers hat, kann man sich auch eine Räucherung aus verschiedenen Hölzern herstellen.

Einige Symbole, Rituale und Bräuche
Litha ist ein Fest der Sonne, des Feuers, der Fruchtbarkeit und des Wandels.
Deshalb sind die Rituale und Bräuche dieses Festes damit verknüpft.

Die Aussaat ist beendet und alles wächst heran, b.z.w. die ersten Früchte konnten schon geerntet werden. Für einige Früchte wird die Erntezeit schon beendet, so ist z.B. in manchen Gegenden dieser Tag das Ende der Spargelernte.
Es ist also ein erstes Fest der Danksagung für die bisherigen Gaben und ein Fest der Bitte um gutes Wachstum für die noch anstehenden und wachsenden Dinge (und Projekte). Bitt - und Fruchtbarkeitsrituale, sowie Dankesrituale sind also sehr passend.

An Beltane wurde symbolisch ein neuer Beginn gefeiert - die Verlobung der Götter - jetzt ist die Zeit, die Hochzeit zu feiern und feste Bindungen einzugehen, ob es Partnerschaften, oder Projekte betrifft. Es ist ein guter Zeitpunkt für ein Handfasting, oder angefangene Projekte zu überdenken und zu bestätigen, da die Grundlagen dafür gelegt sind und man auch schon die ersten Erfahrungen gesammelt hat.
An diesem Tage sollte man auch mal die eigenen, wichtigen Angelegenheiten durchdenken und sie gezielt von beiden Seiten betrachten.

Auch an Litha wird, wie an Beltane auch, ein Feuer entzündet. Es soll symbolisch der Sonne mehr Kraft verleihen. Diese Feuer haben auch dieselbe heilende und schützende Kraft der Beltanefeuer, nur wurde der Sprung über das Feuer teilweise als Orakel genutzt. Je höher über das Feuer gesprungen wurde, um so höher wuchs der Lein oder Hanf.
In einigen Gegenden werden Fackelprozessionen abgehalten, oder Feuerräder die Berge hinab gerollt. Diese Feuerräder sollen den Lauf der Sonne simulieren.

An diesem Tag werden traditionell Kräuter gesammelt. Oftmals ist es dafür der erste Haupt - Erntetag des Jahres. Misteln wurden an diesem Tag auch geschnitten, aber bitte Vorsicht - nicht vom Baum fallen.

Man kann, wie zu Beltane auch, Blütenkränze binden - nur sollten sie diesmal aus Rosen, Kräutern und/ oder gelben Blüten bestehen. Efeu, Farn oder Eichenlaub kann auch mit eingebunden werden.

An diesem Tag sollen die Tore zwischen den Welten weiter geöffnet sein als sonst, da die Feen auch Ihr Sommerfest feiern, man sollte also auch die Gaben für diese kleinen Wesen nicht vergessen.

Welche Speisen passen?
Da die Zeit der Einschränkung vorbei ist und die ersten Früchte und Kräuter geerntet werden können, wird die Speisekarte damit auch wieder reichhaltiger und frischer.

Zu einem Litha - Mahl gehören in erster Linie frische, leichte Speisen und süße, schwere Weine, wobei wir schon bei den Getränken wären.

Met, süße Weine, Fruchtweine - besonders Holunder - Wein passen sehr gut, aber auch Fruchtsäfte, oder leichte, frische Sommerdrinks.

Frische Früchte, wie z.B. Erdbeeren gehören genauso dazu, wie Erdbeer- und Rhabarberkuchen, oder jeder andere Obstkuchen.

Salate, Salate, Salate.....mit Kräutern, mit Blüten .....

Alles, was man aus dem ersten frischen Gemüse zaubern kann, z.B. auch eine leckere Gemüsesuppe mit frischen Kräutern, oder was die Kreativität hergibt.

Frisches Brot

Frischer, junger Käse

Quark und Joghurt in allen Variationen, mit Obst oder Kräutern

Eiskrem

Champignons (als Rahmchampignons, oder als gefüllte Köpfe)

Currys in allen Variationen

Fisch und Fleisch (was man mag und frisch bekommt, es sollte nur leicht und bekömmlich sein)

...und natürlich wird alles (wenn möglich), mit eßbaren Blüten, kandierten Blütenblättern, oder frischen Kräutern dekoriert.

Um Speisen eventuell (wegen dem Sonnenfest) gelb einzufärben, kann man Safran oder Kurkuma verwenden, sollte aber vorher testen, ob und welches der Beiden Gewürze geeignet ist, da sie sich doch im Geschmack unterscheiden.

Mab

 
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