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Jahreskreisfeste

Ostara ca. 21. März

Allgemeines
Der Tag der Frühlings-Tag- und Nachtgleiche. Dieses Fest findet also immer um den 21. März mit dem Eintritt der Sonne in das Tierkreiszeichen Widder ein. Wahrscheinlich wurde es im 6./7. Jhd. von den Sachsen in die keltische Welt eingeführt um den offiziellen Beginn des Frühlings zu markieren und wurde sogar erst im 19. Jhd. durch die nordischen Heiden in der keltischen Welt populär gemacht. Ostara ist eines der weniger bedeutenden Jahreskreisfeste. Der Name Ostara leitet sich von der Frühlingsgöttin Eostre/Ostara ab.

Die Sonne hat das Dunkel besiegt und das Licht ist mit dem Dunkel im Gleichgewicht. In der Natur beginnt alles zu grünen und zu blühen. Die Vögel kehren aus dem Süden zurück - das Leben in der Natur ist erwacht. Nun beginnt der fruchtbaren Periode und die Saatzeit. Der Frühjahrsputz ist beendet und das Leben wird wieder geschäftiger. Nun beginnt endgültig die Zeit des Jahres, in dem Wachstum und Leben herrschen. Es ist die Zeit des Flirts, des Liebäugelns - neues wächst zusammen. Nach der langen Zeit der Innenorientierung beginnt nun wieder die Zeit der vermehrten Außenkontakte. Der Tod ist überwunden und die Zeit der Fülle wird vorbereitet.

Andere Bezeichnungen
Alban Eiler, Eostre, Fest der Bäume, Ginsternacht, Frühlingsanfang, Frühlings-Tag-und Nachtgleiche, Spring Equinox

Gottheiten, die mit diesem Fest in Verbindung gebracht werden
Eostre/Ostara
Eostre, oder auch Ostara ist eine Frühlingsgöttin, eine Göttin der Fruchtbarkeit und Freundin der Kinder.

Iduna
Iduna ist eine nordische Göttin, welche den Apfel der ewigen Jugend behütet

Teutates
Der keltische Gott steht für die Spitze des Pentagramms, also den Geist/Äther und den Herrscherplaneten des Widders, den Mars. Er wird durch das Schwert - dem Schwert des Verstandes symbolisiert. Teutates ist ein Lehrer und Krieger.

Weiterhin werden alle jungen Gottheiten mit Ostara in Verbindung gebracht, sowie mythologische Gestalten, welche die Tag-und-Nachtgleiche symbolisieren (Bran und Branwen, Airem und Etain, Arthur und Ginevra)

Wie kann ich meinen Altar gestalten?
Bei den Farben für den Altar scheiden sich meistens die Geister, da in jedem Buch andere Vorschläge stehen. Vorschläge wären weiß und gelb, sowie alle zarten Frühlingsfarben. Als Blumenschmuck eignen sich alle Frühlingsblumen und frisch erblühte Weidenzweige. Rotgefärbte Eier gelten seit der Antike als Symbole der Wiedergeburt und sind ein Symbol der großen Erdmutter.

Räucherungen
Für Ostara sind frische, blumige Räucherungen geeignet z.B.: Veilchen, Rose, Jasmin, Erdbeere, Zitone, Zitronengras, Minze, Katzenminze, Geissblatt und auch Salbei

Einige Symbole, Rituale und Bräuche
Da Ostara ein Fest der Fruchtbarkeit und des Neuerwachens ist, sind die Rituale und Bräuche dieses Festes damit verknüpft.

Der Frühjahrsputz ist abgeschlossen und man wendet sich nun wieder mehr dem Leben außerhalb des Hauses zu.

Das Holz für Beltane wird gesammelt und die Holzvorräte für das kommende Jahr wurden angelegt. Die Reste diese Holzaktion werden als Ostara-Feuer (heute die Osterfeuer) verbrannt. Bei dieser Gelegenheit wurden auch unbrauchbar gewordene Gegenstände mit verbrannt.

Man hat diesen Zeitpunkt auch genutzt, um sich für begangene Verfehlungen zu entschuldigen. Diese Verfehlungen verbrennen mit dem Ostara - Feuer und machen Platz für einen Neubeginn.

Zu Ostara wurde früh an den Quellen Wasser geschöpft. Diesem Wasser wurde heilende, reinigende und weihende Wirkung nachgesagt.

Die Saat wurde gesegnet, da es den Beginn der Saatzeit in Feld und Garten markierte. Man bat die Götter um eine reiche Ernte und gutes Wachstum der Pflanzen und Tiere.

Projekte, die man an Imbolc geplant hat, können jetzt begonnen werden.

Eier wurden gefärbt, dekoriert, versteckt und von den Kindern gesucht.

Es wurden kleine Amulett-Beutelchen hergestellt und geweiht.

Hasen gelten als Symbol der Fruchtbarkeit, da sie sehr früh im Jahr Junge bekommen. Sie sind außerdem das heilige Tier der Mondgöttin. Aber auch Lämmer und Kücken werden mit Ostara in Verbindung gebracht, da sie als Zeichen neu erwachten Lebens und der Fruchtbarkeit gelten.

Welche Speisen passen?
Auch an Ostara wurde Lamm gegessen.
Traditioneller ist allerdings Fisch - vor allem Lachs und Forelle.
Natürlich auch Eier und alle Eierspeisen.
Hühnchenfleisch
Süßigkeiten durften an diesem Tag auch nicht fehlen. Vor allem süßes Brot ( wie das heute übliche Osterbrot ) wurde gebacken.
Da frisches Gemüse und Salate noch nicht vorhanden waren, wurden natürlich auch noch die Reste der Wintervorräte mit genutzt ( z.B. alle Kohlsorten ).
In milderen Gegenden hatte man eventuell schon das Glück, Holunderblüten ernten zu können. Diese wurden dann zu einem Teig verarbeitet und zu kleinen Plätzchen gebacken.
Als Getränk war zu dieser Zeit meistens noch Met vorhanden und wurde gereicht.

Mab

 
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