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Kein Kraut gilt als so wundertätig wie Beinwell. Seine Blätter
enthalten eine eindrucksvolle Liste gesunder Substanzen, zum Beispiel
Kalzium, Kalium, Phosphor, Vitamin A, C und vor allem B12, jedoch nicht
in genügender Menge, um unsern täglichen Bedarf zu decken. Beinwellblätter
enthalten mehr Protein als jede andere bekannte Pflanze. Je nach Klima
kann man zwei- bis fünfmal im Jahr ernten. Beinwell bildet mindestens
3 m lange Pfahlwurzeln und transportiert so Feuchtigkeit und wertvolle
Mineralien in die oberen Regionen. Blatt und Wurzel enthalten Allantoin,
ein Protein, das die Zellteilung fördert. Bemerkenswerte Heilungen
werden dieser Pflanze zugeschrieben, von hartnäckigen Beingeschwüren
bis zu Knochenbrüchen.
Anbau
Standort: Vollsonnig. Standort gut überlegen, da schwer auszumerzen.
Boden: Stickstoffreich, pH-neutral.
Anpflanzung: Mittels Wurzeltrieben jederzeit ausser mitten im Winter.
Pflege: Auf 60 cm Abstand umsetzen. Der Nährstoffgehalt wird
grösser, wenn jede Pflanze im Frühling und Spätsommer einen
Eimer frischen Mist erhält.
Ernte: Blätter im Hochsommer, Wurzeln im Spätherbst oder
Winter.
Aufbewahrung: Wurzeln säubern, fein zerhacken und trocknen.
Blätter trocknen oder zu hautheilendem Beinwell-Öl verarbeiten.
Verwendung
Küche: Blatt: Junge Blätter in Salat. Wie Spinat kochen
oder in Fett ausbacken. Stengel: Blanchieren und wie Spargel kochen.
Haushalt: Blatt: 4 Wochen in Wasser einlegen, ergibt idealen Dünger
für Tomaten und Kartoffeln. Blätter abnehmen, 48 Stunden welken
lassen und als Mulch verwenden. Frische Blätter sieden, gibt goldfarbenen
Textilfarbstoff.
Kosmetik: Blatt und Wurzel: Einweichen und in Badewasser und Lotionen
geben, macht weiche, gesunde Haut.
Gesundheit: Blatt: «Öl» für äusserliche
Anwendung. Saubere, trockene Blätter in 25 mm breite Vierecke schneiden.
In dunklen Topf geben. Mit Schraubverschluss verschliessen. 2 Jahre stehen
lassen, nicht öffnen. Dann das «Öl» in kleinere
Gefässe umgiessen. Bei Ekzemen und anderen Hautentzündungen
anwenden. Umschläge aus frischen Blättern helfen bei rauher
Haut, schmerzenden Gelenken, offenen Wunden, Verbrennungen, Schnittwunden,
Verstauchungen. Blatt und Wurzel: Als Tee gegen Magengeschwüre und
Husten.
tuula
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