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Kräuterwissen

Borretsch (Borago officinalis)

 

Alle historischen Beschreibungen des Borretschs betonen seine Fähigkeit, Männer und Frauen glücklich und fröhlich zu machen, das Herz zu beruhigen, Traurigkeit zu verscheuchen und Mut zu verleihen. Die Blüten haben ein schönes, reines Blau. Und wurden im Mittelalter auf prächtige Wandbehänge gestickt und auf die Schärpen von Turnierkämpfern. Sie wurden in Kräuter- und Stundenbüchern in die Verzierungen der Seitenränder einbezogen. Sie schwammen auf dem Abschiedstrunk, der Kreuzfahrern kredenzt wurde. Die edlen Eigenschaften des Borretschs beruhen vielleicht auf seinem hohen Gehalt an Kalzium, Kalium und Mineralsalzen.

Anbau
Standort: Offen und sonnig.
Boden: leicht und trocken, gut dräniert.
Vermehrung: An Standort oder einzeln in Töpfe säen im Frühjahr für Sommerblüten, im Herbst für Frühlingsblüten. Versamt sich reichlich in leichtem Boden.
Pflege: Mit 30 cm Abstand setzen.
Ernte: Blüten und Blätter abnehmen.
Aufbewahrung: Blüten trocknen, in Eiswürfeln einfrieren, kandieren.

Verwendung
Küche: Junge Blätter: Kalten Drinks beigeben wegen ihres Gurkengeschmacks und ihrer kühlenden Wirkung. Fein zerhackt in Salat, Joghurt, Weichkäse, und Sandwiches. Als oder mit Spinat kochen. In Raviolifüllungen geben.
Haushalt: Blüte: lockt Bienen in den Garten, ganze Pflanze zu Erdbeeren pflanzen, ergibt gegenseitige Wachstumsförderung. Kann, wenn neben Tomaten gepflanzt, die Tomatenschwärmerraupe vertreiben. Beim Verbrennen entstehen durch den hohen Kaliumnitrat-Gehalt leise Explosionslaute wie ein Feuerwerk.
Kosmetik: Blatt: In Gesichtspacknng gegen trockene Haut. Mit Gerste und Kleie in einen Badebeutel, reinigt die Haut und macht sie weich.

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