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Kräuterwissen

Eibisch (Althaea officinalis)

 

Aus Eibischwurzel wurden früher Süssigkeiten in der Art von türkischem Honig hergestellt. Pulverisiert quillt sie im Wasser auf und wurde mit Zucker zu einer süssen Paste erhitzt. Eibisch ist eine der über 1000 Arten der Familie Maluaceae. Alle enthalten einen heilsamen Schleim. Althaea geht auf das griechische altho, heilen, zurück. Der aus China stammende Eibisch wurde von den Ägyptern und Syriern gegessen und von Pythagoras, Plato und Vergil erwähnt. Die Römer liebten ihn in Gerstensuppe und in einer Spanferkelfüllung, und klassische Kräuterfachkundige lobten seine milde, verdauungsfördernde Wirkung.

Anbau
Standort: Vollsonnig.
Boden: Feucht, mässig fruchtbar.
Vermehrung: Säen im Frühjahr oder Wurzelstock zerteilen.
Pflege: Auf 30 cm Abstand ausdünnen oder auseinander setzen, im 2. Jahr wiederum ausdünnen auf 60 cm. Nicht geeignet als Hauspflanze.
Ernte: Samen ernten, wenn reif. Blätter nach Bedarf pflücken. Wurzeln im Herbst ausgraben.
Aufbewahrung: Samen und Blätter trocknen. Wurzeln schaben und trocknen oder zu Sirup kochen.

Verwendung
Küche: Samen: Frische Samen allein oder wie Nüsse auf Salat gestreut essen. Blüte: In Salate. Blatt: Junge Blätter zu Salaten. Als Gemüse dämpfen. Wurzel Weichkochen, dann backen.
Kosmetik: Blatt und Wurzel: Blätter sieden oder Flüssigkeit von eingelegter Wurzel warm oder kalt als beruhigenden Schleim für trockene Hände, Sonnenbrand und trockenes Haar verwenden. Wurzel sieden, mehliges Nebenprodukt auf der Wasseroberfläche abschöpfen und als milde Seife für Problemhaut verwenden.

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