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Eine alte und hocharomatische Pflanze, wird Engelwurz im Volksglauben
nordeuropäischer Länder als Allheilmittel gepriesen. Ihr Name
wird damit erklärt, dass sie, nach dem alten Kalender, um den Michaelstag
herum, im Mai, erblüht. Engelwurz liebt Feuchtigkeit und wächst
in feuchten Wiesen und an Bachrändern. Ihre grossen, tropisch erscheinenden
Blätter verleihen dem Garten ein üppiges Aussehen.
Anbau
Standort: Halbschatten. Bei vollsonniger Lage mulchen.
Boden: Tief und feucht. Vermehrung: Sich selbst versamen lassen
oder frisch im Frühherbst säen. Vorsicht beim Einkauf von Samen;
er ist höchstens drei Monate lebensfähig.
Pflege: Setzlinge im Frühjahr umsetzen, ehe sie Pfahlwurzeln
gemacht haben. Enen Quadratmeter Raum zwischen den Pflanzen lassen.
Ernte: Stengel zum Kandieren vor dem Hochsommer schneiden. Blätter
vor der Blüte abnehmen. Reifen Samen im Spätsommer einsammeln.
Wurzel im ersten Herbst ausgraben.
Aufbewahrung: Getrocknete Blätter und Wurzel. Kandierte Stengel.
Verwendung
Dekoration: Blüte: Getrocknete Blütendolden ergeben prächtige
Wintersträusse. Blatt: Die langstieligen Blätter sehen schön
aus in einer Vase.
Küche: Samen: Mit Stengeln vermischt in Drinks, z. B. Gin,
Wermut und Chartreuse. Blatt: Mit sauren Früchten kochen, um den
Zuckerbedarf zu vermindern. Frisch zerhackte Blätter in Minzensauce
und Mayonnaise mischen Stengel: Kandieren für dekorative Zwecke.
Kosmetik: Blatt: Entspannendes Bad bereiten.
Aroma: Samen: In Wärmepfanne verbrannt, parfümiert er
ein Zimmer.
Gesundheit: Blatt: Zerstossene Blätter verbessern im Auto
die Luft und beugen Reisekrankheit vor.
tuula
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