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Kräuterwissen

Mädesüss (Filipendula ulmaria)

 

Mädesüss war der Königin Elizabeth I. liebstes Streukraut, und der Botaniker Gerard war der Ansicht, es übertreffe alle anderen Streukräuter, weil es die Sinne entzücke, ohne Kopfweh zu verursachen. Es wurde oft in Kirchen verstreut und in Brautkränze geflochten. Anderer Eigenschaften wegen, die wir nicht mehr kennen, war diese Pflanze – zusammen mit der Mistel, der Brunnenkresse und dem Eisenkraut – den Druiden höchst heilig. Es gibt auch eine goldgefleckte Blattform und F. vulgaris, das 45 cm hoch wird, aber grössere Blüten hat.

Anbau
Standort: Sonne oder Halbschatten.
Boden: Feucht, fruchtbar, alkalisch.
Vermehrung: Im Frühjahr durch Säen, im Herbst durch Zerteilen.
Pflege: 30 cm auseinander setzen oder ausdünnen.
Ernte: Junge Blätter vor der Blüte abnehmen, Blüten ernten, wenn eben aufgegangen.
Aufbewahrung: Blätter und Blüten trocknen.

Verwendung
Küche: Blüte Zum Würzen von Kräuterbier und Wein. Gibt Konfitüren und Kompotten leichten Mandelgeschmack. Blatt Gibt Suppen interessanten Geschmack.
Haushalt: Blühende Spitzen Über Wäsche streuen. Zu gelbgrünem Farbstoff sieden. Blatt und Stengel Zu blauem Farbstoff sieden. Wurzeln Zu schwarzem Farbstoff sieden. Kosmetik: Blüte In Regenwasser eingelegt, ergibt sie ein adstringierendes, tonisches Gesichtswasser.
Aroma: Getrocknete Blüten: Süsser Mandelduft, der mit der Zeit zunimmt. Für Duftschalen.
Gesundheit: Blütenknospen Erste bekannte Quelle von Salicylsäure, aus der später Aspirin synthetisiert wurde. Blüte Als Tee trinken, um den Körper von überschüssigem Wasser zu befreien und Magenbrennen zu lindern, gegen fiebrige Erkältungen und milden Durchfall. Dient auch als mildes Beruhigungsmittel und Schmerzmittel.

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