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Kräuterwissen

Ysop (Hyssopus officinalis)

 

Das griechische hyssopos leitet sich wahrscheinlich vom hebräischen ezob, Heiliges Kraut, ab, denn mit ihm wurden Tempel gereinigt und Leprakranke behandelt. Plinius erwähnt im l. Jahrhundert einen Wein namens hyssopites. Möglicherweise führten die Benediktiner deswegen im 10. Jahrhundert Ysop in Mitteleuropa ein, um damit Likör zu würzen.

Anbau
Standort: Vollsonnig.
Boden: Leicht, durchlässig, alkalisch.
Vermehrung: Im Frühjahr Wurzeln teilen. Von Frühling bis Herbst Stecklinge nehmen. Art: Im Frühling säen. Pflege: 60 cm (für Hecken 30 cm) auseinander setzen oder ausdünnen. In Gegenden mit mildem Winter nach der Blüte auf 5 cm zurückstutzen, sonst im Frühling. Ysop kann im Haus gezogen werden.
Ernte: Blüten und blühende Spitzen sofort nach dem Öffnen. Blätter nach Belieben.
Aufbewahrung: Junge Blätter und blühende Spitzen trocknen.

Verwendung
Küche: Blüte: In Salate geben. Blatt: Nur kleine Mengen verwenden. Hilft bei der Verdauung fetten Fischs und Fleisches. In die Haut von Wildbret reiben, zu Kaninchenpastete, Nieren- und Hammeleintopf, fetter Pâté, Gemüsesuppe und Hülsenfrüchten. Mit Preiselbeeren in Fruchtsalat. ¼ TL unter die Kruste von Pfirsich- und Aprikosenkuchen geben.
Haushalt: Ganze Pflanze: Zu Kohlköpfen setzen, um Kohlweisslinge wegzulocken. Zu Reben pflanzen, erhöht den Ertrag.
Aroma: Blüte und Blatt: In Duftschale legen.
Gesundheit: Blühende Spitzen: Tee aufgiessen für Kehlkopfbeschwerden, Bronchialkatarrh, Appetitmangel und schlechte Verdauung. Ätherisches Öl in der Aromatherapie gegen Quetschungen. Blatt: Umschläge zur Heilung von Wunden und Quetschungen.
Achtung: während der Schwangerschaft keinen Ysop verwenden.

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