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Babylon

Die Wiege der Magie stand in Babylon. Jahrtausende hat das Land zwischen Eupfrat und Tigris unsere magische Kultur geprägt. Die meisten heute angewandten Techniken wurden dort schon genutzt und in der Folge von anderen Kulturen übernommen.

Noch mehr als 500 Jahre nach Babylons Untergang stand die Weisheit und die Kunst babylonischer Beschwörer in hohem Ansehen. Römer und Griechen bewunderten sie, Gelehrte wie Strabo, Cicero und Plinus rühmten das Können und die Weisheit babylonischer Magier. Das Land zwischen den Strömen Mesopotamiens hat uns nicht nur um 3200 v.Chr. die Schrift gebracht, sondern auch die hohe Kunst der Magie.

Die Schrift, die man nutzte, bestand aus in Tontafeln geritzten Zeichen, die Haltbarkeit wurde wahrscheinlich durch Brennen des Ton sicher gestellt.
Der korrekte Begriff für diese Schrift ist Keilschrift. Ein Grossteil dieser Texte wurde in summerisch verfasst, wobei jedoch zu bemerken ist, dass summerisch als Umgangssprache schon ca.2000 Jahre v. Chr. ausgestorben war und wahrscheinlich nur noch als Kultsprache verwendet wurde. Die gängige Sprache war Akkadisch, sowie einige andere altorientalische Sprachen.

Was bringt mich nun zur Annahme, dass die Wiege der Magie in Babylon, genauer gesagt in Mesopotamien stand?
Wie viele sicherlich wissen, hatte Assurnipal in seiner Residenz in Ninive eine große Bibliothek, die bei einem Brand vernichtet wurde. Für den magischen Hintergrund für mich jedoch wichtiger ist, die bei Ausgrabungen gefundene Bibliothek von Kisir-Assur dem Beschwörer und, man kann sagen, Haus- und Hofmagier von Assurnipal. Es handelt sich um etwa 1100 Texte, die noch lange nicht alle entschlüsselt sind. Sicher ist bis jetzt jedoch, dass diese Bibliothek sowohl Texte zur Ausbildung von Magiern enthält, wie auch eine Unmenge von Ritualen, unter anderem Rituale, die Haus und Hof vor Feinden und Krankheiten schützen sollen. Ferner enthält die Bibliothek Bestimmungsbücher über das Aussehen und die Wirkung von Pflanzen und Mineralien. Diese umfassende Zusammenstellung bedeutet für mich, dass schon in Mesopotamien sehr wissenschaftlich mit Magie gearbeitet wurde und solange man nirgendwo ältere Aufzeichnungen findet, denke ich, ist meine Meinung, dass Magie in Mesopotamien zur Blüte gebracht wurde, nicht widerlegbar. Ich verweise hier auch mal auf mein Referat zur babylonischen Geschichte.

Für dieses Statement habe ich meine eigenen Unterlagen benutzt, sowie einen Artikel von Professor Stefan Maul von der Uni Heidelberg, der sich mit der Entzifferung der Tontafeln des Beschwörers Kisir-Assur befasst.
Eine ausführlichere Darstellung zu Mesopotamiens Götterwelt und den Gegebenheiten der damaligen Zeit wird entweder hier auf Ho gepostet werden, oder ich werde es als Referat zur Verfügung stellen.

Marduk

   
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