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Lexikon
A
Aeromantie
Weissagung aus der Luft.
Akupunktur
Akidopeirastik, etwa 4000 Jahre altes, aus China stammendes Heilverfahren,
bei dem durch Einstechen von Gold-, Silber- oder Stahlnadeln in bestimmte
Körperpunkte Erkrankungen verschiedener Organe und Funktionssysteme
behandelt werden. In 14 Meridianen fliesst die Lebensenergie "Qi",
die an mehr als 360 empirisch festgelegten Akupunkturpunkten durch Einstechen
beeinflusst werden kann. Durch die Nadelreizung soll das sich in Krankheit
ausdrückende gestörte Energiegleichgewicht der Gegensatzpaare
Yin und Yang und der freie Fluss des "Qi" wiederhergestellt
werden.
Alchemie
Alchimie, Alchymie, die Chemie des Altertums und des Mittelalters. Sie
war von der Anschauung beherrscht, dass ein Stoff in einen anderen übergeführt
werden könne. So wurde grosse, vergebliche Mühe darauf verwendet,
unedle Metalle in Gold zu verwandeln. Weitere Bemühungen zielten
dahin, den Stein der Weisen und ein Elixier für die unbegrenzte Verlängerung
des Lebens zu finden. Trotz unsystematischen Experimentierens wurden von
den Alchemisten eine Reihe von wichtigen Entdeckungen und Erfindungen
(z. B. des Porzellans) gemacht.
Anderswelt
Die Bezeichnung "Anderswelt" ist die Übersetzung des englischen
"otherworld".
Es drückt aus, dass es mehr gibt als die physisch existente Welt,
die in unserem heute herrschenden Weltbild als die einzige betrachtet
wird. Es gibt viele andere Bezeichnungen: Jenseits, Himmel und Hölle,
Nichtalltägliche Wirklichkeit (im Gegensatz zur Alltäglichen
Wirklichkeit), Nagual, in fast jeder Kultur gibt es einen Ausdruck dafür.
Die Anderswelt ist Wohnsitz der Göttinnen und Götter, das Totenreich
befindet sich in ihr, und auch sonst sind dort allerlei Wesen, Geister,
Spirits oder wie auch immer zu Hause. Es ist die Welt hinter den Grenzen
des wissenschaftlich und rationell erfassbaren. Um in diese Welt zu gelangen,
muss man sich auf die Beeinflussung der Energien verstehen, da sie das
einzige sind, was die Anderswelt mit der Dieswelt verbindet. Arten, die
Anderswelt zu bereisen gibt es viele. Am weitesten verbreitet sind jedoch
die Trancereise und der bewusste Traum.
Animismus, Seelenlehre
Eine Weltanschauung, die davon ausgeht, dass alles (Pflanzen, Tiere und
Gegenstände) beseelt ist. In der Regel stellt man sich diese Lebenskraft
als Elementargeister vor. Damit verbunden ist die Vorstellung von einem
Leben nach dem Tode. Der Animismus wird als Ursprung der Religion angesehen.
Im weitesten Sinne ist er auch eine philosophische Richtung, die betont,
dass die Seele (Anima) das Prinzip des Lebens ist.
In der Parapsychologie (eingeführt von Aksakow) kennzeichnet er die
Gegenposition zum Spiritismus.
Alle paranormalen Erscheinungen werden nicht auf Geister zurückgeführt,
sondern haben ihre Ursache in den Seelenkräften des Menschen, die
in solche übernatürliche Erscheinungen hineinprojiziert werden.
Ankh
Name eines ägyptischen Symbols, das für Lebenskraft und ewiges
Leben steht.
Es besteht aus einem T mit einer aufgesetzten Ellipse, die der ägyptischen
Hieroglyphe Ru = "Mund, Geburt, Uterus" entspricht.
Später nimmt es die Form eines Henkelkreuzes an.
Die frühen Christen betrachteten Ankh (T steht für Kreuz) als
den in Christus zu Fleisch gewordenen Logos. Aus diesem Symbol entwickelten
sich die für die rituelle oder zeremoniale Magie so wichtigen geometrischen
Symbole wie Kreis und Kreuz.
Amulett
Amulette sind Anhänger, die ihren Träger vor bestimmten Gefahren
schützen sollen. Vor welcher Gefahr ein Amulett schützt, hängt
von den Symbolen, dem Herstellungsverfahren und der Weihe ab.
Grundsätzlich lässt sich sagen, dass ein Amulett umso wirkungsvoller
wird, je mehr der Träger selbst zur Erstellung und Weihe beiträgt.
Aromatherapie
Anwendung ätherischer Öle zur Linderung bei Krankheiten und
zur Entspannung und Anregung von Körperfunktionen.
Astralkörper
Ein feinstofflicher, zweiter Körper des Menschen, der den physischen
Körper und den Ätherleib umschliesst.
Im Gegensatz zum Ätherleib, der unmittelbar an den physischen Körper
anschliesst und Träger der Lebensenergie ist, umfasst der Astralkörper
das Seelische und ist der Sitz der Wünsche, Gefühle und des
Gedächtnisses, wo auch die Erinnerung an frühere Leben gespeichert
ist.
Zusammen mit dem Ätherleib bildet er die Aura.
Seelische Vorgänge drücken sich durch entsprechende Farben des
Astralkörpers aus. Mit Hilfe der Kirlianfotografie wurde nachgewiesen,
dass z.B. Wut den Astralkörper rot, religiöse Gedanken ihn blau
färben.
Der Astralkörper kann sich von dem physischen Körper trennen
(Astralprojektion) und zeitweilig eine eigene Existenz und Sinneswahrnehmung
haben.
Der Astralkörper, der durch eine Silberschnur mit dem Körper
verbunden ist, geht bei dem Tod eines Menschen nicht unter, sondern beginnt
in der Astralwelt ein neues Dasein.
In der Anthroposophie umfasst der Astralkörper die Empfindungs-,
Verstandes- und Bewusstseinsseele und ist jenes Wesensglied, durch das
er mit den Tieren verwandt ist.
Schon in der ägyptischen Religion ist eine Seele (Ka) bekannt, die
ein Spiegelbild des menschlichen Körpers ist, aber einen feinstofflichen
Charakter hat.
In der hinduistischen Philosophie entspricht dem Astralkörper der
Linga-sarina (skrt. "Körper der Wünsche") und Shukshma-sarina
(skrt. "feinstofflicher Körper").
Astralreise, Astralprojektion
Seelenreise, ausserkörperliche Erfahrung.
Der Astralkörper kann im Traum oder durch einen bewusst herbeigeführten
Trancezustand wie bei den Schamanen den physischen Körper verlassen.
Dies kann mit oder ohne Bewusstseinsverlust und nachfolgender Erinnerung
geschehen.
Gelenkte Astralreisen, die in der modernen Esoterik ein Mittel zur Bewusstseinserweiterung
sind, werden mit Hilfe von psychotrophen Drogen (Fliegenpilz), Hypnose,
Selbsthypnose durch Kristallsehen, sexuellen Orgasmus, Manipulation der
Gehirnwellen, Visualisation, Phantasy-Reisen und Hilfsmittel wie z.B.
Mandalas, I-Ging, Hexagramme, Tarotkarten und Tattwas erzeugt.
In der vedischen Literatur wird beschrieben, wie Yogis sogar bei ihren
Astralreisen die Erdatmosphäre durchstossen und zu anderen Planeten
reisen.
Aus dem 12. und 13. Jahrhundert sind Berichte von jüdischen Kabbalisten
bekannt, die sich durch Fasten, Gebete und eine bestimmte Körperhaltung
in einen Trance-Zustand versetzten und eine Himmelsreise durch die sieben
Tore zum Thron Gottes antraten.
ASW - aussersinnliche Wahrnehmung
Damit sind Wahrnehmungen, Gedanken, Erkenntnisse, Eindrücke, Gefühle,
Bilder gemeint, die wir nicht mit unseren normalen Sinnesorganen aufnehmen
können. Telepathie (die Übertragung der Gedanken), Hellsehen
oder Weissagen (Das Sehen von Ereignissen, die in der Vergangenheit, Gegenwart
oder Zukunft liegen).
Athame
Ein Ritualdolch, er stellt das Element Luft dar. Das Athame ist üblicherweise
eines der ersten Werkzeuge, dass sich eine Hexe anschafft. Mit ihm kann
zum Beispiel der Kreis gezogen und so der Raum zwischen den Welten geschaffen
werden. Üblicherweise hat das Athame einen schwarzen Griff und eine
gleichseitige zweischneidige Klinge. Die Zweischneidigkeit der Klinge
soll uns daran erinnern, daß wir mit dem Athame trennen und verbinden
können, das heisst, wenn wir den Kreis ziehen, schaffen wir uns einerseits
den Raum zwischen den Welten, andererseits grenzen wir diesen Raum von
der Alltagswelt und allen störenden Einflüssen ab.
Ätherleib
Eine theosophische und anthroposophische Bezeichnung für den feinstofflichen
Energiekörper des Menschen, der Tiere und Mineralien, die auf die
hinduistische Philosophie zurückgeht.
Dahinter steht die Vorstellung, dass der Mensch eingebettet ist in den
Strom der Weltenergie (Prana), die er ständig aufnimmt und wieder
nach aussen abgibt.
In dem Ätherleib gibt es Hauptzentren (Chakren), in denen die Energie
verdichtet wird. In der Anthroposophie wird der Äther-Körper
als "Bildekräfteleib", "Elementarischer Leib"
oder "Lebensleib" bezeichnet.
Durch ihn ist der Mensch mit der Pflanzenwelt verbunden.
Der Äther-Körper muss von dem Astralkörper (anthroposophisch:
Bezeichnung "Seelenleib") unterschieden werden, der als eine
zweite Hülle um den Menschen liegt und alles Seelische enthält.
Die Abstrahlung der Energie aus den Chakren nach aussen bzw. die äussere
feinstoffliche Hülle des Ätherleibs wird als Aura bezeichnet,
die man mit Hilfe der Kirlianfotografie sichtbar machen kann.
Stauungen in den Energiezentren des Ätherleibs sind die Grundursachen
der meisten Krankheiten.
Dieser Ätherleib kann durch Duftstoffe, Edelsteine und vor allem
Farben beeinflusst werden.
Aurasomatherapie, Aurasomafarbtherapie
Ein ganzheitliches Heilverfahren, das von der Engländerin Vicky Wall
(geb. 1918) entwickelt wurde. Sie ist blind und kann die Aura sehen. In
Ihrem Buch "The Miracle of Colour Healing" beschreibt sie eine
kombinierte Anwendung von Edelsteinen, Duftstoffen, Farben und Heilkräutern,
wodurch der Aura-Soma-Bereich harmonisiert werden kann. Soma (von griech.:
Körper) bezeichnet den feinstofflichen Energiekörper im grobstofflichen
Körper. Wenn das natürliche Gleichgewicht wiederhergestellt
ist, arbeitet auch der physische Körper wieder normal.
Ayurveda
schriftlich überlieferte altindische Seins- und Gesundheitslehre,
die noch heute in Indien lebendig ist. Danach wird Krankheit als Störung
des inneren Gleichgewichts aufgefaßt, das es wiederherzustellen
gilt. In Anwendung kommen Ernährungsumstellung, Entschlackung, spezielle
ayurvedische Heilmittel, Atem- und Yogaübungen.
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