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Lexikon
S
Sabbat
Die acht Hauptjahreszeitenfeste, die ungefähr in gleichen Abständen
des Jahres stattfinden, bestimmt durch die Tag und Nachtgleichen und Sonnenwenden.
Sie werden von allen Heiden und Wicca-Anhängern beachtet. (Abgeleitet
aus der babylonischen Sprache: sha-bat = Herzensruhe).
Schamanismus
ein in den Kulturen aller Kontinente verbreitetes religiöses Phänomen,
gemäss dem der Schamane die Fähigkeit besitzt, als Mittler zwischen
den Menschen im Diesseits und den Geistern in den jenseitigen Welten aufzutreten.
Bei aussergewöhnlichen Ereignissen seiner Sippe, seines Stammes und
Volkes, z. B. bei Naturkatastrophen, Hungersnöten, Missernten, bei
Krankheit und Jagdunfall versetzt sich der Schamane gemäss überlieferten
Riten und gekleidet in ein bestimmtes Gewand, nach Einnahme von Drogen
und mit Hilfe einer Schamanentrommel, durch Rhythmik, Musik und Tanz in
einen ekstatischen oder tranceartigen Zustand, während dessen der
Geist des Schamanen seinen Körper verlässt und von der irdischen
Welt in jenseitige Welten, in die Ober- und Unterwelt reist. Auf diesem
Wege will der Schamane mit der aussermenschlichen Welt in Kontakt treten,
übersinnliche Erkenntnisse gewinnen, von guten Geistern Beistand
und Hilfe erlangen und böse Geister bannen, um letztlich die Geschicke
zugunsten von Sippe, Stamm und Volk zu beeinflussen.
Scheiben
Dem Element Erde zugeordnet, gibt es zwei verschiedene Definitionsmöglichkeiten.
Übereinstimmend ist, das das Leben im Mittelpunkt steht.
Zum einen kann die Scheibe das Schild im Kampf symbolisieren, das das
Leben des Kriegers schützt. Zum anderen ist die Scheibe ein Teller
auf dem die Früchte der Erde dargereicht werden, um das Leben zu
nähren. In jedem Fall ist die Scheibe kreisförmig und symbolisiert
somit die Ganzheit der Welt und des Lebens.
Angewendet wird die Scheibe in der Magie zum einen als Schutzsymbol, in
Form eines Spiegels, welcher symbolisch die dunklen Energien von einem
ferhält, wie das Schild die Schwertschläge des Gegners. Zum
anderen als Symbol des Lebens und der Fruchtbarkeit, in Form eines Tellers
oder einer Platte, die Getreide und Obst als Zeichen für geistige
wie körperliche Nahrung enthält.
Schutzrituale
Rituale deren Zweck es ist, sich selbst, andere Personen oder bestimmte
Orte vor magischen und oder physischen Angriffen zu schützen.
schwarzer Spiegel
Meist eine Glasplatte, die auf einer Seite mit Pech bestrichen ist. Wird
zur Weissagung genutzt.
Schwitzhütte
Die Schwitzhütte ist ein Jahrtausende altes Reinigungsritual zur
körperlichen, geistigen, emotionalen und spirituellen Reinigung.
In Deutschland wurde es hauptsächlich durch die nordamerikanischen
Indianer bekannt.
Die Schwitzhütte wird direkt auf der Erde aus Weiden- oder Haselnussruten
gebaut, mit Decken völlig abgedunkelt, und nur ein kleiner Eingang
wird freigelassen. In einer Linie vor dem Eingang befinden sich der Altar
und die Feuerstelle. In der Feuerstelle werden Schwitzhüttensteine
erhitzt, die im Laufe des Rituals in die Schwitzhütte gebracht und
dort mit Wasser übergossen werden. Das Feuer ist ein spirituelles
Feuer, es wird in bestimmter Art und Weise entzündet und geachtet,
indem z.B. keine Abfälle verbrannt werden.
Wenn die Steine heiss genug sind, werden sie von der Feuerfrau (oder Feuermann)
in die Schwitzhütte hineingetragen, auch der Eingang wird dann mit
Decken verschlossen, die Steine werden mit Wasser übergossen und
die erste Runde der Reinigung beginnt. Es wird sehr viel gesungen und
gesprochen, Wesenheiten werden eingeladen, dabei zu sein. (z.B. die Wesen
der Himmelrichtungen usw.)
Shiatsu
Japanisch: Shi (Finger) und Atsu (Druck).
Gemeint ist eine sanfte Druckpunkt-Therapie mit den Fingerspitzen. Der
Unterschied zwischen Akupressur und Shiatsu, Akupressur spricht gezielt
einzelne Krankheitssymptome an, Shiatsu aktiviert die Selbstheilungskräfte
des ganzen Menschen, wirkt anregend oder dämpfend, jedenfalls harmonisierend
auf den Energiehaushalt. Wichtiger Bestandteil der japanischen Volksmedizin.
Stonehenge
sakrale Steinkreisanlage vom Ende der Jungsteinzeit und Beginn der Bronzezeit
nördlich von Salisbury (Grafschaft Wiltshire) im Zentrum der Wessex-Kultur
Englands. Sie besteht aus zwei Steinkreisen mit hochragenden, säulenartigen
Vierkantblöcken; auf je zweien lag ein waagerechter Stein (Trilithen).
Fünf Trilithen, hufeisenförmig angeordnet, umgeben im Innern
einen "Altarstein" und eine kleine hufeisenförmige Steinsetzung.
Um diesen Kreis ist ein zweiter Trilithenkreis aus 30 Steinen von 4,1
m Höhe aufgerichtet; die ganze Anlage umgab ein Kreisgraben von 114
m Durchmesser. In der verlängerten Längsachse des Hufeisens
fand man Spuren einer "Avenue", über die zur Zeit der Sommersonnenwende
die aufgehende Sonne auf den Altarstein fällt. Die Anlage wurde während
ihres Bestehens mehrmals umgebaut, das Material (Sandstein) aus etwa 30
km Entfernung herbeigeschafft.
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