Einführung | Lucid dreaming

Traumarbeit

Lucid dreaming - eine Einführung
Dieser Text gibt euch eine Einführung in lucid dreaming. Ihr werdet lernen eure Träume zu kontrollieren. Es geht wirklich und jeder kann lernen, das zu tun.

WARNUNG: Dieser Text besteht zum Teil aus meinen eigenen Erfahrungen und Erkenntnissen. Ist jemand mit dem, was ich schreibe nicht einverstanden kann er mir gerne an die unten genannte Email Adresse schreiben. Ich akzeptiere jegliche Kritik

Inhalt
- Was sind überhaupt Träume?
- Und was ist jetzt lucid dreaming?
- Ist das gefährlich?
- Wie fange ich an?
- Was mache ich wenn ich lucid bin?

Was sind überhaupt Träume?
Man träumt jede Nacht und in der Traumwelt passieren oft andere dinge als in der realen Welt. Ihr begegnet zum Beispiel einem Freund, der in der Traumwelt drei Arme und zwei Köpfe hat. "Komisch"... "verdächtig" höre ich euch sagen? Während man träumt empfindet man so etwas als selbstverständlich.

Viele sagen, dass Träume nur Träume sind und man nichts damit anfangen kann, manche behaupten sogar sie träumen nicht einmal. Träume sind vergänglich. Egal was man macht, sie bleiben nur in Erinnerungen erhalten. Wie gut man sich aber an sie erinnert oder ob überhaupt, kommt auf den Einzelnen an. Jeder träumt anders. Farbig oder nur grau, mit allen fünf Sinnen oder nur mit ein paar davon.

Es gibt einige Erklärungen darüber, wie Träume zustande kommen, ich werde nun einige aufzählen:

Skeptiker sagen Träume sind nur zufällige Impulse im Gehirn die keine Aussage haben. Alles was im Gehirn vom Vortag oder den Vorwochen eingeordnet wird, wird im Traum verarbeitet.

Psychologen meinen, dass Träume ein Ventil des Unterbewusstseins sind. Alles was man nicht ausleben konnte findet in den Träumen statt um dem Unterbewusstsein den Druck zu nehmen. Träume werden in Symbolen gesehen, die entziffert werden müssen um die wahre Bedeutung zu erhalten.

Wissenschaftler sagen, Träume enstehen durch zufällig abgefeuerte Neutronen. Diese Erkenntnis Dr. Allen Hobson und Dr. Robert McCarley. Im Stammhirn sitzt eine art "Traumgenerator" der den vorderen Teil des Gehirns bombardiert. Dadurch, dass das Gehirn die Impulse verstehen will entsteht ein Traum

Theologen meinen in Träumen kann man Nachrichten des Unterbewusstseins empfangen. Man kann träume als "ungeöffnete Briefe Gottes" betrachten. Durch die Analyse der Träume kann man somit einsicht in sich selbst finden.

Ich sehe Träume als die Tür in die Anderswelt / den Astralen Raum. Er liegt parallel zur materiellen Welt und dessen Energien stellen unsere Emotionale Welt dar während die 'direkt' wahrnehmbare Welt das Logische Gegenstück ist. Der Astralkörper löst sich vom physischen Körper. Das macht Träume zu einem machtvollen Werkzeug, einem Multitool, um an sich und an anderem zu arbeiten.

Und was ist jetzt lucid dreaming?
Der Holländische Dichter Frederik van Eeden war der erste, der diesen Ausdruck verwendete. Während man träumt nimmt man alles, egal was passiert, als völlig normal wahr. Es scheint als sei deine rationale, kritische Seite nicht anwesend. In einem lucid dream ist das nicht so. Du hast erkannt, dass etwas nicht stimmt und somit, dass du träumst. Du bist deiner Umgebung bewusst und weisst, dass was passiert nicht gefährlich ist. Deswegen werden sie auch bewusste Träume genannt.

Es gibt verschiedene Abstufungen der lucidity:
1 - Vorstufe
Du hast dieses dumme gefühl etwas stimmt nicht aber findest es nicht raus. Wenn du aufwachst ärgerst du dich dass du es nicht erkannt hast obwohl es doch eigentlich so offensichtlich war.
2 - schwach lucid
Du bist dir kurz bewusst dass du träumst. Du denkst zum Beispiel "Hey warte.. ich träume doch!" aber du kannst dich nicht im Traum halten und wachst auf oder treibst schon wieder weiter im Fluss des Traumes.
3 - stark lucid
Du weisst genau dass alles was passiert ein Traum ist. Alles was du wahrnimmst ist viel intensiver als sonst.
4 - lucid
Sofort wenn du einschläfst weisst du, dass du träumst. Du kannst alles kontrollieren und betrittst den Traum bereits lucid.

Ist man lucid, kann man alles machen, da man die komplette Kontrolle über die Traumwelt hat. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Man kann an andere Orte reisen.

Prinzipiell ist lucidity ein Balancezustand zwischen Logik und Kreativität, Ratio und Emotio. Die kreative Gehirnhälfte ist meistens während der Traumphasen viel aktiver als die logische Hälfte. Man befindet sich im Fluss des Traumes. Wird man nun lucid wird die logische Gehirnhälfte aktiver und man befindet sich in der Balance zwischen Bewusst und Unbewusst, zwischen Wachzustand und Traum. Wird die logische Gehirnhälfte jedoch zu aktiv, wacht man allerdings auf und zerstört somit das Gleichgewicht wieder, man wacht auf.

Es gibt einige, die seit jeher lucid dreams haben und nicht einmal wissen, dass es etwas besonderes ist. Bist du einer von diesen Leuten hast du Glück. Jetzt musst du es nur noch einsetzen lernen.

Lucidity kann wie schon erwähnt als Werkzeug verwendet werden. Abgesehen davon, kann es auch riesigen Spaß machen Sachen schweben zu lassen, die Gestalt zu verändern, zu fliegen oder andere in ihren Träumen zu besuchen. Darüber hinaus ist es auch möglich auf der physischen ebene lucid zu sein, praktisch eine OOBE (out of body experience, ausserkörperliche Erfahrung) zu haben und die Umgebung zu erkunden, gegebenenfalls sogar präkognitiv zu träumen, also Teile der möglichen Zukunft zu sehen.

Wichtige Anwendungsgebiete sind auch die verbesserung motorischer Fähigkeiten wie Auto oder Snowboard fahren, ohne wirklich einer Verletzungsgefahr ausgesetzt zu sein. Nicht nur weil die Bilder und Gefühle so klar sind sondern auch weil in der Traumphase ideale Bedingungen herrschen um neue neuronale Muster im Gehirn zu schaffen ohne sich wirklich zu bewegen. Ein weiteres gebiet ist die Bekämpfung von persönlichen Ängsten. Hast du zum Beispiel Angst vor Spinnen stellst du dir zuerst eine kleine Spinne ganz weit weg vor und lässt sie nach und nach immer größer werden während sie näher kommt.

Ist das gefährlich?
Lucid dreaming ist nicht gefährlich. Man kann machen, was man will, es wird dir nichts zugestoßen sein wenn du aufwachst. Auch der Schlaf kommt nicht zu kurz, denn es macht absolut keinen unterschied ob man die Traumphase bewusst oder unbewusst hat. Die erholende Wirkung ist trotzdem gegeben.

Die einzige Gefahr, die eventuell bestehen könnte ist, dass du ein schwaches Herz hast und an einer Herzattacke sterben könntest, wenn du in einem Traum mit dem Auto gegen einen Baum fährst oder dir das Bungee- Seil reißt. Die Gefahr ist jedoch auch bei normalen Träumen gegeben. Abgesehen davon ist es eines der sichersten Dinge die ich kenne. Es kann sogar zum heilen verwendet werden.

Wie fange ich an?
Der Lernerfolg hängt vom Erinnerungsvermögen für Träume ab, wie motiviert du bist und welche Techniken und Methoden du einsetzt um lucidity zu erreichen.

Das Allerwichtigste ist deswegen, dass man sich erst einmal an seine Träume erinnert. Sonst würde man sich ja garnicht an die lucid dreams erinnern. Wenn ihr der Typ seid, der sich nach dem Aufwachen an jedes kleine Detail erinnern kann könnt ihr diesen Teil überspringen.

Sehr hilfreich für die Erinnerung ist es, ein Traumtagebuch zu führen. Man sollte aber nichts erzwingen, die Erinnerung soll natürlich und ohne Druck kommen. Am besten schreibt man sich die sachen gleich dem Aufwachen auf, da sind sie noch frisch.. und man vergisst im Laufe der zeit eher dinge als dass man sich an mehr erinnert. Man sollte allerdings der Erinnerung etwas Zeit lassen, da schnell aus ein paar Bruchstüken ein kompletter Traum werden kann.

Statt Papier und Stift kann man auch ein Diktiergerät nehmen, wichtig ist aber, dass man den Traum beim dokumentieren noch nicht interpretiert. Dokumentiert nur was ihr geträumt habt. Danach ist immer noch Zeit, es zu interpretieren.

Was mache ich, wenn ich lucid bin?
Zu aller erst: absolut nichts. Du solltest ruhig bleiben und erst einmal herausfinden wie Bewusst du bist. Stelle sicher, dass alle Sinne funktionieren und dass deine logische Gehirnhälfte arbeitet. Erinnere dich daran, was du vor hast, löse einige Rechenaufgaben, erinnere dich an ein paar dinge aus deinem normalen Leben, wo du gerade bist, wieviel uhr es ist oder welches Datum. Nachdem du dich gesammelt hast schau dich um. Stelle dich nicht unter Zeitdruck, alles fertig zu bekommen was du dir vorgenommen hast bevor der Traum wieder verschwimmt. Überprüfe nochmals schnell dass deine logische Hälfte funktioniert, denn sie ist nicht nur für die lucidity zuständig sondern schafft auch die wunderbarsten Träume die man sich vorstellen kann. Nachdem du zufrieden bist mit deiner logischen Seite kannst du dich nun endlich deinem Traum widmen und anfangen Dinge zu verändern.

Fortsetzung folgt...
Der Schwerpunkt im nächsten Teil sind die verschiedenen Methoden und Techniken um einfacher lucid zu werden.
Kritik und Vorschläge zur Verbesserung bitte an guardian@x302.de

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